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Ausgangssituation

Seit dem 01.01.2005 ist das Zuwanderungsgesetz in Kraft. Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund ist nach wie vor ein aktuelles Thema. Integration von Zugewanderten erschöpft sich nicht in der Eingliederung in den Arbeitsmarkt und das Bildungs- und Ausbildungssystem der aufnehmenden Gesellschaft. Integration bedeutet ebenso Teilhabe an der Gesellschaft in kultureller und religiöser Hinsicht sowie gegenseitiger Respekt.

Insbesondere mit der seit der Pisa-Studie anhaltenden Diskussion zum deutschen Bildungssystem bleibt das Thema Integration von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund auf der Agenda gesellschaftlicher Herausforderungen bundesweit und regional ist dieses Thema präsent.

„Gesamtnote: befriedigend – Chancengleichheit: mangelhaft. Die neue Pisa-Studie zur Bildung in Deutschland lässt Fortschritte erkennen – nur nicht bei Migrantinnen und Migranten. Die Jugendlichen hätten es so schwer wie in keinem anderem OECD-Land, belegt die Studie.”
(Tagesspiegel, 04.12.07)

Ohne Unterstützung finden junge Menschen mit Migrationshintergrund nur schwer den Weg zur Ausbildungsreife und starten als Ungelernte in eine ungewisse Berufsperspektive. Im Jahresbericht der Ausländerbeauftragten von Sachsen heißt es:

„Im Schuljahr 2007/2008 besuchten 269 ausländische Schüler eine Berufsschule. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der sächsischen Berufsschüler sind das lediglich 0,3 %.”
(Jahresbericht der Ausländerbeauftragten von Sachsen 2008, S. 45)

Ebenso liegt die Arbeitslosenquote bei den in Sachsen lebenden Ausländern und Ausländerinnen mehr als doppelt so hoch wie bei der deutschen Bevölkerung in Sachsen. (vgl. ebenda, S. 48)

Es gilt Jugendlichen mit Migrationshintergrund die gleiche Aufmerksamkeit beim Übergang Schule – Beruf zukommen zu lassen, wie sie deutschen Jugendlichen zuteilwird. Auf diesem Gebiet besteht besonderer Handlungsbedarf.